EVS Seminar Warschau

Nun hatten wir die Gelegenheit, mal aus dem verrückten Kreisau rauszukommen und die Weite Welt entdecken zu können. Die weite Welt- damit meine ich, um 3 Uhr morgens aufstehen, Taxi nehmen, nach Swidnitza fahren, Bus nach Wroclaw nehmen, ENDLICH den Polskibus nehmen und von dort nach- Warszawa fahren. Ihr habt diese (nicht ganz hürdenfreie) Strecke wahrscheinlich schon selber alle mal durchgemacht. (Obwohl man bemerken muss, dass die Polskibusse echt bequem sind!) Wir waren also in Warszawa angekommen und stellen fest, dass die weite Welt dort draußen genauso verrückt ist wie die Welt in Krzyzowa. Und das hatte damit zu tun, dass wir in dieser Woche in Warszawa bei einem EVS Seminar teilnehmen sollten. Unter Seminar stellt man sich natürlich erstmal sehr viel seriöses vor. Im Seminar lernt man wichtige Skills kennen, blah blih blah. Bei diesem Seminar trafen aber „junge“ Menschen (im alter von 18 bis 30 Jahren) aus Italien, der Türkei, Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Weißrussland, Russland, Ukraine, Slowakei, Rumänien, Moldavien, Georgien und Albanien zusammen, um ihre Erlebnisse im fremden Land Polens zu teilen. Diese Voraussetzung kann nur zu Unfug führen, was natürlich auch bei diesem Seminar der Fall war. Ja, wir haben etwas über unser Ziele geredet, „Energizer“ ausgeführt, Mind maps gestaltet, Videos gedreht...aber wir haben auch „Vampir“ gespielt, viel Bier getrunken, Stare Miasto unsicher gemacht, und am Ende auch noch die „Krakowianka“ getanzt! Ein durchaus skurriles aber wunderbares Erlebnis, so viele Nationen in einem Zimmer einen Polnischen traditionellen Tanz tanzen zu sehen. Und noch viel skurriler war es, dass wir uns alle so gut verstanden, obwohl Englisch nicht jedermanns beste Sprache war. Irgendwie haben wir uns immer verständigen können und miteinander sehr viele tolle spaßige Situationen erlebt.

 

Warszawa hat mir gezeigt, wie klein die Freiwilligenwelt doch ist. Wenn man nämlich ein Paar EVSler kennt, dann kennt man schon ihre Mitbewohner, Freunde von denen, Mitarbeiter, etc- und kann ganz Polen besuchen gehen. Und ich habe gemerkt, wie kostbar ein Auslandsjahr sein kann, um so viele Menschen kennen zu lernen, die man im normalen Umfeld nie treffen würde.

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